Eine Wasserstrahlschneidemaschine, die für das Trennen von Materialien mittels eines Wasserstrahls
eingesetzt wird, besteht (wie jede andere Maschine auch) aus verschiedenen Komponenten. Diese Komponenten
können unterschiedlich kombiniert werden.
Zum einen besteht eine Wasserstrahlschneidemaschine aus einem Maschinenrahmen, der üblicherweise
aus Stahlrohren unterschiedlichen Formats zusammengebaut wird. Dieser Rahmen trägt die einzelnen
Achsen der Maschine und wird bei hochwertigen Maschinen spannungsarm geglüht, gefräst, geschliffen
oder geschabt. Anschließend wird der Maschinenrahmen dann mittels eines Laserinterferometers auf
die Geradheit des Rahmens geprüft. Dabei sollte die Ausrichtung des Rahmens über Fixatoren
oder Dübelelemente erfolgen.
Eine weitere Komponente der Wasserstrahlschneidemaschine ist der Strahlvernichter. Es kann vorkommen,
dass nach der geleisteten Schneidarbeit noch eine Restenergie des Wasserstahls verblieben ist. Diese
kann dann auf verschiedene Weisen abgebaut werden. Am häufigsten findet man hierbei die Variante,
in der mittels eines Wasserbeckens, das als so genannter „Strahlfänger“ fungiert, diese
Restenergie abgebaut wird. Dabei sollte dieses Wasserbecken über eine ausreichende Wassersäule
von über 600 mm verfügen, um zu gewährleisten, dass die Restenergie des Wasserstrahls
in Wärme umgewandelt werden kann. Auch sollte das Wasserbecken unbedingt separat zur Führungsmaschine
aufgebaut sein, es sollte also keine mechanische Verbindung vorhanden sein. Dies ist notwendig, da sich
selbst größere Wasserbecken nach einigen Stunden Schneidzeit im zweistelligen Grad-Bereich
erwärmen können. Sollten die Führungsmaschine und das Wasserbecken in diesem Fall z.B.
eine Einheit sein, dann würde eine solche Erwärmung zu erheblichen Veränderungen in der
Maschinengeometrie führen. Dies wiederum würde Geradheitsfehler, Materialausdehnung und somit
auch Ungenauigkeiten bei der Teileherstellung zur Folge haben.
Eine letzte Komponente einer Wasserstrahlschneidemaschine ist die Hochdruckpumpe. Diese dient zur
Erzeugung eines möglichen pulsationsfreien Hochdruckwasserstrahles. Die einfachsten Ausführungen
dieser Hochdruckpumpe werden mit Druckluft betrieben und über einen Druckübersetzer wird der
Hochdruck geliefert, der für das Wasserschneiden notwendig ist. Da diese Variante in der Praxis
nur sehr selten genutzt wird, findet man in der Regel beim Wasserstrahlschneiden eher Hochdruckpumpen,
die eine Hydraulikeinheit verwenden.
Fischer Werkzeugbau